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10.000 Mandanten über YouTube – wie ein Anwalt mit Story Telling zum Social Media Star wurde (Teil 4/4)

Ich sprach auf der Contra 2022 (Conversion and Traffic Conference) darüber, was es bedeutet, Anwalt im 21. Jahrhundert zu sein und welch große Rolle dabei die sozialen Medien spielen. Nach den Teilen 1, 2 und 3 geht es heute im letzten Teil der Serie darum, wie ich das richtige Mittelmaß meines Contents finde, dabei den Umgang mit meiner Community pflege und wie ich am Ende meinen Kanal auch langfristig am Laufen halten kann.

1. Watch-Time

Unser erfolgreichstes Jahr war 2019. Aus den Statistiken ergibt sich, dass wir dort in nur 4 Monaten eine Watch-Time unserer Zuschauer von kumuliert 208 Jahren (!) hatten. 208 Jahre der Lebenszeit unserer Zuschauer haben wir sozusagen „gestohlen“ und nichts anderes versuchen wir jeden Tag. Aktuell zum Beispiel stehle ich 250.000 Menschen jeden einzelnen Tag 9 Minuten ihrer Zeit. Und das Ziel ist natürlich, dass diese Zeit so hoch wird, wie sie nun bei uns ist, denn genau dadurch funktioniert Social Marketing immer besser.

Um allgemein bekannter zu werden auf YouTube lohnen sich immer Collaborations mit anderen YouTubern, nach dem platten Motto „Colabos bringen Abos“. Schließlich passiert es dann, dass die Communities gemischt werden, neue Menschen auf unseren Kanal aufmerksam werden und dann auch bei uns bleiben, weil sie etwas Interessantes gefunden haben. Gerade am Anfang kann man etwa mit 100.000 Abonnenten einen Kanal mit 400.000 anfragen und beide profitieren.

2. Die eigene Commnity

Klar ist aber auch, dass der Fokus auf dem Aufbau einer möglichst eigenen Community liegen sollte. Darauf vertrauen, dass immer mal Zuschauer quasi durch Zufall vorbeistolpern ist keine gute Idee, viel eher möchte ich eine richtig eingefleischte Zuschauerschaft haben. Da gilt natürlich, dass die Qualität der Videos zwar auch ein Faktor ist, aber noch deutlich mehr ist die Themenwahl entscheidend. Und das bedeutet aber wiederum nicht direkt, dass ich immer nur Themen auswählen muss, die eine große Masse ansprechen. Gerade das Herzstück der Community wird sicher immer an genau der Nische interessiert sein, für die mein Kanal eigentlich steht.

Beispielsweise habe ich schon öfter in Videos gemacht, in denen ich fast wie in einer Jura-Vorlesung bestimmte Paragraphen erkläre. Bis hin zur Bedeutung eines bestimmten Kommas etc. Eigentlich hätte ich nicht erwartet, dass so ein theoretischer Stoff wirklich ankommt – schließlich schwänzen genügend tatsächliche Jura-Studenten ihre Vorlesung – doch wenn sich die passende Basis zusammengefunden hat, klappen eben auch Videos, die sehr tief in das Thema einsteigen, für das der Kanal steht. Wieder ist es also wichtig, sich ein klares Profil aufzubauen.

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3. Die Zukunft

Letztlich bleibt die Frage, wie die langfristige Verwaltung eines Kanals bestmöglich organisiert werden kann. Ist ein Kanal mit einer gewissen Reichweite aufgebaut ist es leider trotzdem nicht so, dass er nun ein Selbstläufer wäre.

Sicher ist es nun vielleicht einfacher, neue Abonnenten dazuzugewinnen, einfach aufgrund der bereits aufgebauten Reichweite. Durch den Algorithmus von YouTube lässt sich auch sagen, dass die eigenen Videos öfter auch bei Zuschauern auftauchen, die eigentlich nichts mit dem eigenen Thema zu tun haben.

Gleichzeitig kann man es sich dennoch nicht erlauben, nun stark nachzulassen – weder mit Qualität noch mit Quantität! Die Zuschauer erwarten dennoch, dass zu den festgelegten Zeiten entsprechend unterhaltsame oder informative Videos hochgeladen werden. Wenn das nicht mehr passiert werden nicht sofort alle Abonnenten abspringen, wohl aber die Watch-Time und di Aufrufszahlen. Für mich ist das aber ein großes Problem, denn ich betreibe meinen Kanal ja nicht für die Abonnentenzahl sondern als Marketing-Plattform! Und deswegen lebt das ganze Konzept ja davon, sich bei den Zuschauern regelmäßig in Erinnerung zu rufen. Und schließlich werden auch langjährige Abonnenten irgendwann den Kanal verlassen, wenn er quasi „tot“ ist.

Deshalb ist es wichtig, sich eine Routine zu entwickeln, die sich auch langfristig tragen lässt. Doch spätestens wenn sich die ersten Erfolge durch das Content-Marketing zeigen fällt es leicht, dies auch wirklich als Teil der Arbeit anzusehen und es nicht nebenher als Experiment zu behandeln. Im Laufe der Zeit entwickelt sich diese Routine aber auch automatisch. Der wichtigste Schritt ist wie so oft der erste!

Hier geht es zu den Teilen 1, 2 und 3.

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